Rettung naht!

Die Frage, wie lange Autos im Hightech-Zeitalter erhalten werden können, ist eine Stammtisch-Diskussion mit mittlerweile substanzieller Tradition. Früher war mal klar: Ersatzteile kann man notfalls mal selbst fräsen.

Wir haben früher manche teile unserer Autos, die schlecht zu bekommen waren, aus Balserholz nach gebaut oder ähnlichen Materialien. Dieser verdammten Fensterkurbeln aus Guss etwa sind leider der totale Mist – die baut man am Ende lieber selbst und spart 10 Euro beim Schrotti….

Eine der wesentlichen Facetten dabei ist ja aus wirtschaftlicher Sicht, dass es sich nicht mehr rechnet, Ersatzteile herzustellen und sie zu lagern, weil die benötigten mengen keine Großserienfertigung, sprch „Masse“ zulassen. Die Detail-Fertigung seltener Teile allerdings ist teuer. Und da geht es dann oftmals mit den eigentlich erhaltenswerten Autos ganz schnell bergab.

Aber Rettung naht in Form der Digitalisierung – und da gibt es mittlerweile durchaus auch Ergebnisse von namhaften Herstellern. Auch exotische Ersatzteile aus dem 3D Drucker bekommt man bei Protiq, erzählt uns der Fachmann –  und das erfasst wirklich so ziemlich alles an idiotischen Ersatzteilen, die heute auch bei eBay teuer geworden sind.

Do it Yourself

D kann man jetzt sagen „Schön und gut, Digitale Spielerei…“ – aber hier findet ja ein handfester und ebenso grundlegender wie nachhaltiger Wandel statt. Plötzlich nämlich hast du die Chance, auch solche Teile nachbauen zu lassen, die man normalerweise so nicht mehr zu vernünftigen Preisen bekommt. Und das in privat erschwinglichen Kleinstmengen, weil hier niemand mehr händisch irgendwelche Guss-Formen herstellen muss oder ähnliches. Die Chancen sind gigantisch, denn im Grunde senkt das nicht nur die Wegwerfwahrscheinlichkeit erhaltenswerter Fahrzeuge – das Thema reift nämlich eigentlich bereits viel früher, wenn Wagen noch alte oder ältere Autos sind und du angemessene Preise für Ersatzteile zahlen möchtest.

Und da hier die Preise perspektivisch relativ schnell sinken werden, wird das dazu führen, dass sich hier sehr bald der nächste „ATU“ etabliert und plötzlich wandelt sich ein Markt komplett. Von Händler-Versorgung und Händler-Abhängigkeit hin zu einem Aftermarket.

Wir zumindest sehe eine blendende Zukunft…. 😉